Was ist der Betreuungsunterhalt?

Nach dem Willen des Gesetzgebers gibt es keinen Vorrang der elterlichen Erziehung vor staatlichen Einrichtungen mehr. Ein Ehegatte kann nur für die ersten drei Jahre Unterhalt verlangen, damit er nicht arbeiten muss, sondern sich um die gemeinsamen Kinder kümmern kann. Danach ist er prinzipiell zu einer Vollzeittätigkeit verpflichtet.

Ob diese Regelung verfassungskonform ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls müssen die Gerichte hier berücksichtigen, wie die Gestaltung der Kinderbetreuung in der Ehe eigentlich geplant war (§ 1570 Abs. 2 BGB).

Was ist der Aufstockungsunterhalt?

Beim Aufstockungsunterhalt ist zu berücksichtigen, ob ein sog. ehebedingter Nachteil vorliegt. Ein typischer ehebedingter Nachteil ist z.B. gegeben, wenn die Ehefrau ihre Ausbildung abgebrochen, ihre Karriere zurückgestellt oder lange Zeit keinen Beruf ausgeübt hat, um sich um den Haushalt und die Familie zu kümmern. Ihre Erwerbschancen sind dann deutlich geschmälert und diese Einkommensverringerung ist ihr durch den Ex-Partner auszugleichen. Wichtig ist, dass dieser Nachteil auch tatsächlich in der Zeit der Ehe eingetreten ist. Hat die Frau ihren Beruf schon vor der Heirat aufgegeben, geht sie unter Umständen leer aus.